Leserbriefe


Noch zwei Fragen

Zum Artikel «Mitwirkung ab Ende 2018 möglich»
Martin Fischer Schwanden

 

Ich hätte da noch zwei Fragen an die VBS-Vertreter. Es heisst im Artikel «Die Vertreter des VBS legten erneut dar, dass verschiedene Faktoren – in erster Linie das Wetter (Windrichtung) – die Richtung der Starts und Landungen beeinflussen». Wenn die Jets, wie so vielmals von Brienz her, landen – gegen den Wind – und kurz danach die nächsten wieder gegen den Wind Richtung Brienz starten, dann frage ich mich schon, ob in Unterbach wirklich die Windrichtung den ganzen Tag über immer wieder ändert?

Und zur Aussage «Um eine ausgeglichene Statistik zu erreichen, müssten die Piloten teilweise eine zusätzliche Schlaufe fliegen, was insgesamt eine Lärmzunahme zur Folge hätte.» Ein grosser Teil der Jets kommt jeweils von Westen her angeflogen, dreht eine Runde im Tal und landet dann von Brienz her. Oder sie starten Richtung Brienz, drehen über dem See ab und fliegen Richtung Osten weg. Sollen sie dann zur Strafe, dass ein ausgeglichenes Verhältnis von Start- und Landerichtung gefordert wird, jeweils noch eine zweite unnötige Runde im Tal drehen?


Leserkommentar18. Mai 2017

Nicht tatsächliche Lärmemission wiedergegeben

 

Zur Fluglärmdiskussion
Ruedi Rubi und Monique Werro Brienz

Das Bundesverwaltungsgericht ordnete einen Augenschein in Brienz und Unterbach an, und dieser wurde durch das VBS organisiert.

Es ist sehr bedauerlich, dass an dieser Vorführung nicht die tatsächlichen Flüge und Fluglärmimmissionen wiedergeben wurden. Tigereinsatz anstelle von F/A-18. Überflug anstelle von Start mit Nachbrenner ab Unterbach! Keine Landung aus der Richtung Brienz! Mini-Einsatz Schiessgelände Axalp mit Tiger.

Wir erinnern: 78 Prozent der Starts gehen in Richtung Brienz und zirka 60 Prozent der Landungen über Brienz. Ein Tiger ist gegenüber einem F/A-18 unendlich leiser, und die Einsätze mit diesem Flugtyp haben früher weniger Probleme gemacht.

Erst seit der Schliessung des Militärflugplatzes Dübendorf und der Überführung der F/A-18-Staffeln nach Unterbach bestehen diese gesundheitsschädlichen schlimmen Lärmimmissionen.

Erstmals hat ein Vertreter des VBS öffentlich zugegeben, dass dieses Problem effektiv bestehe! Das ist ein Riesenfortschritt.


LESERKOMMENTAR1. FEBRUAR 2017

Gleichmässige Aufteilung möglich und fair

Zum Artikel «Vorläufig nicht mehr Flugbewegungen»
MARTIN FISCHERSchwanden

Es freut mich zu lesen, dass der Flugplatzkommandant Reto Kunz scheinbar eine ehrlichere und offenere Art der Kommunikation verfolgt als sein Vorgänger. Es ist verständlich, dass man, wohl vor allem im Hasli, zufrieden ist, wenn an die zwei Drittel der Starts und Landungen auf Brienzer Seite gemacht werden und man da nicht eine 50/50-Aufteilung wünscht. Das hätte ich umgekehrt auch so.

 

Da aber gerade im Hasli immer betont wird, wie viel man wirtschaftlich vom Flugplatz profitiere, wäre es nichts als fair, wenn dann auch etwa die Hälfte der Lärmbelastung von Starts und Landungen mitgetragen wird. Am oberen Brienzersee bleibt dann immer noch der zusätzliche Dauerlärm während der Fliegerschiessübungen. Der Fluglärm ist nun mal da, aber eine faire Aufteilung ist ein Muss.


LESERKOMMENTAR20. NOVEMBER 2016

Verheimlichte Mitwirkungsmöglichkeit

Zum Artikel «Armee stärkt Flugplatz im neuen Stationierungskonzept»
KATHARINA VON STEIGERMeiringen

Am Freitag, 18. November, nach Feierabend kann man der Online-Version des Oberhaslers, wenn man aufmerksam liest, entnehmen, dass die Bevölkerung sich äussern kann zum Stationierungskonzept Flugplatz Unterbach, und zwar bis zum 8. Dezember. Wo ist dieses Mitwirkungsverfahren offiziell publiziert? Und wo liegt das Konzept auf? Warum diese kurze Frist? Sind nicht normalerweise 30 Tage vorgesehen in solchen Mitwirkungsverfahren? Und warum diese verschämte, fast versteckte Information, zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt für Leute, die die Zeitung in Papierform lesen? Hat womöglich jemand ein Interesse daran, dass die Bevölkerung sich gar nicht äussert? Der Flugbetrieb ist eine schlimme Belastung für unser Tal, und je weniger wir uns wehren, desto hemmungsloser mutet das Militär uns Lärm und Gestank zu.


LESERKOMMENTAR4. DEZEMBER 2016

Nachweis schuldig geblieben

Zum Leserkommentar «Fast alle Schweigen»
MATHILDE HOFKESHasliberg Reuti

Hört man sich die Worte vom Bundesrat Parmelin an einer Medienkonferenz zur Flugzeugbeschaffung am 21. November 2016 an, wird jedem klar: Parmelin selbst hat weder einen Plan noch eine Vision. Es hat keinen Sinn, sich der Realität zu verschliessen: Kein Land in Europa kann seine Sicherheit alleine gewähren. Von befreundeten Nationen umgeben können wir damit allerdings recht gut leben. Wenn wir dennoch Milliarden von Steuergeldern dem Fenster hinauswerfen möchten, soll doch zumindest klar sein, ob angesichts des Wandels der Bedrohungslage Beschaffung von Kampfjets faktisch die richtige Antwort auf ein Unsicherheitsgefühl ist und wenn ja, welcher Typ Kampfjet sich für welche Bedrohungslage eignet. Bis anhin ist das VBS den Nachweis schuldig geblieben, dieser Informationspflicht nicht einmal ansatzweise nachkommen zu wollen.


LESERKOMMENTAR1. DEZEMBER 2016

Mitwirkung Sachplan Militär

Zum neuen Sachplan der Armee
EMIL FEUZUnterbachim Namen der IG weniger Fluglärm

«Zum Programmteil können die Kantone nun im Rahmen der Anhörung bis Ende Januar 2017 Stellung nehmen. Der Einbezug der Gemeinden liegt im Ermessen der Kantone. Die Bevölkerung kann sich vom 8. November bis am 8. Dezember im Rahmen der Mitwirkung äussern.»

 

So steht es in einem Schreiben des VBS mit Datum 27. Oktober im Internet. Hat jemand in einem Anzeiger oder im Amtsblatt die Publikation dieser Mitwirkungsmöglichkeit gesehen? Wir nicht. Und wo lagen die nötigen Unterlagen auf? Die Gemeinden erhielten angeblich erst am 28. November ein offizielles Schreiben, dass diese Mitwirkung im Gange sei. Sie müssten doch aufgrund dieser zeitlichen Ungereimtheiten aktiv werden und ein korrektes Verfahren verlangen. Am 19. November verfassten wir einen offenen Brief an Herrn Bundesrat Parmelin, den wir am 22. November abschickten mit Kopie an Gemeinden, Kanton, VBS und Medien. Bis jetzt haben wir ausser einer Anfrage von Radio BEO keinen Ton und Keine Silbe zur Antwort bekommen. Nicht einmal eine Eingangsbestätigung. Etwas scheint da zu klemmen. Liest man die Ankündigung des VBS, ist klar, dass die Bevölkerung nicht nach Belieben zur Mitwirkung eingeladen werden kann. Das Mitwirkungsrecht ist eindeutig gegeben. Es liegt nicht in irgendeinem Ermessen. Es ist deprimierend für Bürgerinnen und Bürger, die an den Rechtsstaat und an geregelte Verwaltungsabläufe glauben, solche Machenschaften zu erleben. Wir erwarten, dass die Mitwirkung ordentlich publiziert wird, die Unterlagen auf den Gemeinden aufgelegt werden und auch klar ist, wo Mitwirkungen hingeschickt werden können. Eine Fristverlängerung bis Ende Januar 2017 für die Mitwirkung der Bevölkerung ist, neben der ordentlichen Publikation, das mindeste was wir erwarten.


LESERKOMMENTAR1. DEZEMBER 2016

Fast alle schweigen

Zum Sachplan Militär 2017
DORIS HEINIGERMeiringen

Zum Programmteil des Sachplan Militär läuft zur Zeit eine öffentliche Vernehmlassung. Nur wurde dies einfach nicht publiziert. Wieso und weshalb dies nicht geschah, dazu üben sich die Gemeinden, Regierungsstatthalter, Kanton und Bund in Schweigen. Fest steht: die Bevölkerung kann sich äussern und an der Vernehmlassung teilnehmen (nur leider weiss keiner wo und bei wem). Gemäss Medienmitteilung des Kontaktgremium Flugplatz Meiringen soll sich für Meiringen nichts ändern.

 

Das stimmt so nicht: 1. Nach der Schliessung des Flugplatz Sion für militärische Flüge und Buochs werden die verbleibenden Flugbewegungen auf die restlichen Flugplätze verteilt das heisst in Meiringen werden mehr Starts und Ladungen sein. 2. Eine 24-Stunden Luftraumüberwachung ist geplant mit möglichen Starts und Landungen auch in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen. 3. Mit der Beschaffung neuer leistungsfähigeren Luftfahrzeuge werden die Lärmemissionen zunehmen. Die Folge wird sein: die Fluglärmbelastung im Raum oberer Brienzersee und Haslital wird nach Umsetzung des neuen Sachplan Militär deutlich zunehmen.

 

Auch wenn nirgends publiziert: noch bis zum 8. Dezember läuft die öffentliche Vernehmlassung. Alle können daran teilnehmen, das ist ein demokratisches Recht und ist so im Raumplanungsgesetz festgelegt.

 


LESERKOMMENTAR23. NOVEMBER 2016

Nicht akzeptabel

Zum neuen Sachplan der Armee
MONIQUE WERROBrienz

Das VBS stellt es den Kantonen anheim, ob sie die Gemeinden und die Bevölkerung über die Änderungen im neuen Sachplan Militär informieren wollen oder nicht.

 

Der zuständige Regierungsrat Herr Käser, Kanton Bern, hat sich entschieden, weder Gemeinden noch Einheimische mit den neuen Tatsachen zu konfrontieren oder sie einzuladen, sich zu äussern.

 

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Heute und jetzt muss man Stellung nehmen zu den dringenden Fragen, wie: Wo werden die Militärjets starten und landen, wenn Buochs und Sion geschlossen sind und nur 3 Militärflugplätze übrigbleiben – Payerne, Meiringen und Emmen (akzeptiert nur 500 bis 800 Flugbewegungen)?

 

Herr Guy Parmelin, Bundesrat, hat in seiner gestrigen Botschaft mitgeteilt, dass Tiger weiterhin eingesetzt werden und die Anschaffung von neuen Militärjets Vorrang habe (diese werden noch erheblich lauter sein als der FA18).

 

Auch kommt 24/7 auf uns zu! Zwei Zahlen, sehr unbedeutend, diese zwingen uns jedoch an 24 Stunden, an sieben Tagen pro Woche, mal 52 Wochen Fluglärm zu akzeptieren!

 

Wollen wir das wirklich in Meiringen und Umgebung, in unserer spektakulär schönen Gegend? Wollen wir die hohe Lebensqualität der Bevölkerung zu Nichte machen? Wollen wir dies Touristen und ruhesuchende Gästen zumuten? Oder werden wir zu einer riesigen Militärbasis mutieren?

 

Wir können nicht erst beim Objektblatt «mitwirken», wie das Kontaktgremium in einer Mitteilung schreibt, dann ist der «Zug, respektive der Jet» abgefahren!

 

Liebe Bewohner unserer Gegend, bitte informiert Euch, nehmt Stellung vor dem 8. Dezember, akzeptiert nicht, dass das VBS und der Kanton uns alle als unfähig erachten, uns übervorteilen und übertölpeln.